Das Ostseebad Göhren hat viel zu bieten … Strand, Natur & Aktivität, Genuss und Kultur. Viele der zahlreichen Stammgäste wissen dies zu schätzen und wir sind sicher, dass auch viele neue Gäste alles kennen lernen möchten. Dies ist in diesem Jahr, bedingt durch die Corona-Krise, erst seit einigen Wochen wieder möglich. In den kommenden Wochen möchten wir deshalb versuchen, durch diverse Beiträge, Hintergrundstorys und kurze Geschichten hier im „Ostseebad Göhren Blog“ und dann auch in verschiedenen Social-Media-Kanälen über interessante Anbieter im Ostseebad Göhren zu berichten, um deren Angebote und auch Leistungen bei Stammgästen wieder ins Leben zu rufen und natürlich für neue Gäste interessant zu machen. Wir setzen dabei beispielsweise auch die bereits in der Corona-Zeit begonnene Serie über Empfehlungen von leckeren Rezepten von Lokalen in Göhren fort. Auch Musiker und Kulturschaffende aus Göhren möchten wir darin mit einbeziehen, denn Stand heute (3. Juli 2020) ist es immer noch nicht möglich, beispielsweise Konzerte, Aufführungen und Veranstaltungen auf dem Kurplatz anzubieten wie dies in den Sommermonaten der vergangenen Jahre möglich war (beispielsweise bezüglich der zugelassenen Besucherzahl). Wir greifen dabei auch interessante Storys und Interviews auf, die schon in den vergangenen Jahren beispielsweise im Urlaubsmagazin des Ostseebades Göhren abgedruckt worden sind. Den Anfang machen wir heute mit dem Musiker Olaf Zunk, der beim 1. Gartenkonzert in diesem Sommer am 8. Juni 2020 mit „De Mönchguter Fischköpp“ auf dem Ruth-Bahls-Platz das Publikum unterhielt.

Olaf Zunk (rechts im Bild) mit seiner Band „De Mönchguter Fischköpp“, im Hintergrund der Kurplatz

Olaf Zunk ist im Ostseebad Göhren wieder live zu erleben mit „Mr. Zunk´s Project“ am 23.07.2020 um 20.00 auf dem Kurplatz und an einem noch nicht genauer feststehenden Termin am 30. September 2020 mit „De Mönchguter Fischköpp. Unter anderem auch diese Termine sind auf unserer Internetseite https://www.goehren-ruegen.de/veranstaltungen/aktuelle-veranstaltungen/ nachzulesen. Weitere Informationen zur Musik gibt es auch hier unter dem Link . Und: Ein Musikvideo über Göhren … Die Perle von Mönchgut können Sie hier hören und sehen

Das Interview mit Olaf Zunk aus dem Urlaubsmagazin 2020 ist nachfolgend zu lesen.

Der Musiker Olaf Zunk liebt nicht nur die Musik und das Plattdeutsche. Er liebt auch Göhren. Und ganz besonders die Bank oben an der Kirche. Denn von dort hat er einen herrlichen Blick über die Ostsee, den Bodden und das ganze Mönchgut, erzählt er uns in einem Gespräch in seinem Haus am Fuße des Göhrener Kirchbergs.

Herr Zunk, Sie sind Göhren sehr verbunden. Woher kommt das, denn Sie sind ja nicht von hier?

Olaf Zunk: Ich bin in Luckau geboren, in Brandenburg. Aber ich habe all meine Ferien bei meiner Familie in Stralsund verbracht. Daher die Verbindung zum Norden. Und meine Frau und meine Tochter sind echte Rüganer. Her will ich nie wieder weg. Göhren ist der schönste Ort für mich. Hier ist die einzige Bühne, die Richtung Ostsee zeigt, und das ist für mich als Musiker immer wieder ein Erlebnis!

Wie sind Sie denn zur Musik gekommen?

Olaf Zunk: Als Kind habe ich mal gesagt: „Wenn ich groß bin, werde ich Schauspieler oder Sänger.“ da haben alle gelacht. Mit 16 Jahren bin ich zunächst zur See gefahren, war in Indien, Afrika, Kuba, Amerika und Westeuropa. Ein Kollege auf dem Lehrschiff spielte in seiner Freizeit Gitarre. Ich begann mir so viel wie möglich von ihm abzugucken und als wir von Kuba zurückkamen, konnte ich auch Gitarre spielen. In Warnemünde habe ich mir dann meine erste eigene Gitarre für 65 Ostmark gekauft. Ab diesem Zeitpunkt fing ich an, Titel selbst zu komponieren und in Bands zu spielen.

Wie ging es dann weiter?

Olaf Zunk: Dann ging ich nach Dresden, studierte zuerst Pädagogik und später dann Musik. Mit diesen Abschlüssen konnte ich dann als freiberuflicher Komponist und Musiker arbeiten.

Wann haben Sie „De Mönchguter Fischköpp“ gegründet?

Olaf Zunk: Das war 1993. Mein Kollege Bernd Bangel und ich hatten die Idee, wir machen was fürs Mönchgut, und das war der Anfang. Das Mönchgut ist ja etwas Besonderes, selbst das Plattdeutsche ist ganz anders als z.B. in Stralsund. Wichtig war für uns die Tradition zu bewahren, weswegen die Trachten fester Bestandteil von „De Möchguter Fischköpp“ sind. Die erste Tracht dafür hat meine Mutter noch genäht … Der erste Titel „Up Rügen, dor feuhl ick mi wohl“ entstand während einer Autofahrt und den spielen wir heute noch. Die Idee zu „Der Rasende Roland“ kam mir an einer Tankstelle in Greifswald. Damals gab es noch keine Diktiergerät, also schrieb ich schnell ein paar Notenzeilen auf. Es war dann einer der Titel, die sehr oft in den Medien zu hören und zu sehen waren und sind.

Entstehen Ihre Lieder immer so?

Olaf Zunk: Ich brauche Bewegung dazu. Ich habe mich auch schon mal ohne Ziel in einen Zug gesetzt, bin durch halb Deutschland gefahren. Und als ich zurückkam waren Texte und Melodien fertig. Manchmal gehe ich auch in den Wald oder jogge, dabei kommen mir immer neue Ideen.

Wie lange sind Ihre Bandmitglieder schon dabei?

Olaf Zunk: Laszlo, der seit 15 Jahren mit dabei ist, hat Saxophon und Klarinette in Budapest studiert. Jacky ist jetzt 27 Jahre bei mir, spielt Bass und Akkordeon und kommt aus Warschau. Die beiden haben genau das richtige Gefühl für diese Musik und das ist das Wichtigste in unserem Beruf.

Sie sind ja auch international unterwegs?

Olaf Zunk: Ja, glücklicherweise duften wir mit unserer Musik schon viele Menschen auf der ganzen Welt begeistern. Mailand, Wien, Ungarn, Schweiz, Schweden, Shanghai …

Wie reagieren denn die Menschen in China auf Rügener Folklore?

Olaf Zunk: Bei der Expo in Shanghai sagten zwei chinesische Dolmetscherinnen zu uns: „Jungs, ihr könnt in China alles spielen, aber um Himmels Willen keinen Dreivierteltakt – die Chinesen können nicht schunkeln.“ Bei der Abschlussveranstaltung haben, nach einer Woche Probe, trotzdem mehrere tausend Besucher vor der Expo-Bühne am deutschen Pavillon zu „Wo de Ostseewellen trecken an den Strand“ geschunkelt.

Können Sie sich ein Leben ohne Musik überhaupt noch vorstellen?

Olaf Zunk: Nein, so lange ich gesund bin, werde ich nicht damit aufhören. Ohne Musik könnte ich nicht leben.

Vielen Dank für das Gespräch!

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